Ein Meer voller Sterne


Ein Stern ist ein besonders am nächtlichen Himmel sichtbares Gestirn, der dort meist als silbrigweisser, funkelnder Punkt erscheint. Im astronomischen Sinn handelt es sich um selbstständig leuchtende Gaskugeln im Weltall, die im Inneren Energie freisetzen. Fälschlicherweise werden die übrigen, gleichfalls als leuchtende Punkte am Himmel erscheinenden Himmelskörper umgangssprachlich ebenfalls als Sterne bezeichnet.

Abgesehen von dieser sehr nüchternen naturwissenschaftlichen Definition sind die unendlich vielen Sterne, die ruhig auf einer vorausbestimmten Bahn ziehen, zunächst Symbole kosmischer Ordnung. Schon immer waren die Menschen fasziniert, den Sternenhimmel mit bloßem Auge oder optischen Geräten zu beobachten. Das beginnt bei historischen Instrumenten zur Winkelmessung und endet bei neuzeitlichen Weltraumteleskopen.

Doch insbesondere in der Mythologie geniesst der Stern ein hohes Ansehen. Als Beispiel soll an dieser Stelle das Pentagramm (auch «Drudenfuss» genannt) aufgegriffen werden, welches ein mit besonders vielen magischen Vorstellungen besetztes Ursymbol ist. Das mystische Fünfeck, über dessen Seiten gleichschenkelige Dreiecke konstruiert sind, findet sich bereits in ägyptischen Gräbern und in der minoischen Kunst. Es tritt als Zeichen für Gesundheit und Erkenntnis schon bei den Pythagoräern und Gnostikem auf, bei den keltischen Druiden und in den mittelalterlichen Bauhütten. Dabei wird das Pentagramm als „weissmagisch" bezeichnet, wenn es mit einer Spitze nach oben steht, als „schwarzmagisch", wenn zwei Spitzen nach oben ragen. Im Mittelalter galt das Pentagramm als wichtigstes Symbol für magische Künste und als Zauberzeichen gegen böse Geister.

Auch wenn die möglichen Bedeutungen des Sternes an dieser Stelle nicht abgeschlossen ist, so steht eines fest: Seit Jahrtausenden dienen die Sterne als Wegweiser und selbst in dieser unserer so modernen und technisierten Zeit, ist es so geblieben. Die Sterne sind Zeichen und Bringer des Lichts, Trostspender in dunkler Nacht, durchdringen sie doch die Dunkelheit und nehmen an dem beständigen Kampf zwischen Mächten des Lichts und der Finsternis teil. Sie bedeuten Hoffnung, denn sie leuchten im Dunkeln, sind die Augen der Nacht.

Dieser Gedanke wurde für dieses Projekt aufgegriffen, um eine weihnachtliche Dekoration zu gestalten und allen Schüler*innen in dieser doch immer wieder magischen Zeit Licht und Hoffnung zu schenken – insbesondere in diesem sehr speziellen Jahr.

In diesem Sinne frohe Festtage – auch wenn im kleinen Kreis und hoffen, dass uns das neue Jahr wieder mehr Normalität bringt!